Versicherungsrecht

In jedem Privathaushalt und Unternehmen findet sich heutzutage ein Versicherungsvertrag. So schützt eine Kraftfahrtversicherung die Verkehrsteilnehmer vor den Folgen eines Verkehrsunfalls oder die Krankenversicherung vor den Folgen einer Krankheit. Das Versicherungsrecht betrifft das Verhältnis zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsunternehmen. Nicht selten kommt es dabei zu Problemen bei der Vertragsabwicklung und die Versicherer verweigern eine Regulierung im Schadensfall.

Unser Ziel ist es, Sie in allen versicherungsrechtlichen Angelegenheiten zu unterstützen und Ihnen zu Ihrem Recht zu verhelfen.

Die Grundlage des Verhältnisses zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsunternehmen bildet der Versicherungsvertrag, in dem die Vertragsbedingungen geregelt sind.

Versicherungsvertrag

Der Versicherungsvertrag regelt die Rechte und Pflichten zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherungsunternehmen und bildet damit die entscheidende Grundlage, aus dem sich die gegenseitigen Rechte und Pflichten ableiten lassen. In dem Vertrag ist insbesondere geregelt, welches Risiko abgesichert werden soll und dass das Versicherungsunternehmen bei Eintritt des Versicherungsfalles die Zahlung leisten muss.

Bereits an dieser Stelle muss geklärt werden, ob ein Versicherungsfall vorliegt, da nur dann die Leistungspflicht des Versicherungsunternehmens ausgelöst wird. Wichtig ist ferner, den Versicherungsfall von dem Schadensfall zu unterscheiden. Ein Schadensfall kann z.B. ein Versicherungsfall sein, jedoch nur dann, wenn der Schaden das Resultat einer Handlung oder eines Ereignisses ist, das mit in den Versicherungsumfang eingeschlossen wurde. Tritt nun ein Schadensfall ein, der auch als Versicherungsfall deklariert werden kann, wird die Leistungspflicht des Versicherungsunternehmens ausgelöst. Gerne prüfen wir für Sie, ob in Ihrem Fall ein Versicherungsfall vorliegt, welcher die Leistungspflicht Ihres Versicherungsunternehmens auslöst.

Versicherungsbedingungen

Seine konkrete Gestalt bekommt der Versicherungsvertrag allerdings durch die Versicherungsbedingungen. Innerhalb der Versicherungsbedingungen ist zwischen den Allgemeinen Versicherungsbedingungen und den Besonderen Versicherungsbedingungen zu unterscheiden. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen haben den Charakter von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und können mithin für eine Vielzahl von Verträgen verwendet werden. Die Besonderen Versicherungsbedingungen sind hingegen diejenigen Bedingungen, die im Einzelfall zwischen den Vertragsparteien für das konkrete Vertragsverhältnis vereinbart werden.

Der Versicherungsvertrag bestimmt sich jedoch nicht ausschließlich aus den Versicherungsbedingungen, vielmehr sind die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und andere gesetzliche Regelungen, insbesondere das Versicherungsvertragsgesetz (VVG), bei der Auslegung des Versicherungsvertrages zu berücksichtigen.

Obliegenheiten

Eine weitere wichtige Frage im Zusammenhang mit dem Versicherungsvertrag und ihren Folgen ist, welche Obliegenheiten den Versicherungsnehmer treffen. Obliegenheiten sind vertragliche oder gesetzliche Bestimmungen, die der Versicherungsnehmer beachten muss, um rechtliche Nachteile zu vermeiden. Dabei handelt es sich jedoch um keine echten Rechtspflichten, die eingeklagt werden können. Auch löst eine Verletzung von Obliegenheiten keine Schadensersatzpflicht aus. Die Folgen einer Obliegenheitsverletzung sollten jedoch nicht unterschätzt werden. Je nach Schwere der Obliegenheitsverletzung kann das Versicherungsunternehmen die Leistung ganz oder teilweise verweigern oder aber den Vertrag kündigen.

Leistungsspektrum

  • Personenversicherungen
  • Haftpflichtversicherungen
  • Sachpflichtversicherungen
  • Lebensversicherung
  • allg. Haftpflichtversicherung
  • Hausrat
  • Krankenversicherung
  • Betriebsversicherung
  • Reiseversicherung
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Kraftfahrzeugversicherung
  • Transportversicherung
  • Unfallversicherung
  • berufliche Haftpflichtversicherung für Ärzte und Architekten, Notare und Steuerberater

Warum ein Rechtsanwalt für das Versicherungsrecht sinnvoll ist

Haben Sie Probleme mit Ihrer Versicherung? Ihre Versicherung verweigert die Leistung, obwohl ein Versicherungsfall vorliegt oder beruft sich auf einen Ausschlussgrund? Unabhängig davon, ob Ihre Versicherung die Leistung ablehnt oder Sie prüfen wollen, wie Sie eine Lebensversicherung möglichst vorteilhaft auflösen können – es empfiehlt sich, einen Rechtsanwalt im Versicherungsrecht zu konsultieren. Denn in der Regel ist der Laie mit der Bedeutung und Auslegung des Versicherungsvertrages überfordert und fühlt sich nicht selten einer „mächtigen Versicherung” ausgesetzt. Nur weil Ihr Fall auf den ersten Blick unter eine Ausschlussklausel fällt, bedeutet dies nicht, dass ihr Leistungsanspruch ausgeschlossen sein muss, denn die Klausel muss auch wirksam sein. Gerade bei der Ablehnung einer Leistungspflicht bleiben die Versicherungen oftmals hartnäckig. Das Warten und ständige Kämpfen gegen die Ablehnung ist für den Einzelnen kräftezehrend, so dass der einzige Ausweg das Aufgeben erscheint. Ohne aber den Anspruch zuvor von einem Rechtsanwalt fürs Versicherungsrecht prüfen zu lassen, raten wir dringend davon ab, sich zu schnell mit der Entscheidung des Versicherungsunternehmens abzufinden. Vielmehr sollte sich ein Rechtsanwalt Ihr Anliegen mit den nötigen juristischen Kenntnissen ansehen.

Wir überprüfen anhand Ihres Versicherungsvertrages die Erfolgsaussichten Ihres Leistungsanspruchs bzw. sonstigen versicherungsrechtlichen Anliegens und Sie erhalten anschließend eine professionelle Einschätzung über die Erfolgsaussichten Ihres versicherungsrechtlichen Falls.

.

Haben Sie Fragen?

Sie haben weitere Fragen rund um das Versicherungsrecht?
Kontaktieren Sie uns gerne und wir werden Ihnen in einer unverbindlichen Ersteinschätzung Ihre Erfolgsaussichten darstellen.
E-Mail: kontakt@kanzlei-sena.de
Telefon: 040 88194403